Test: Ecoflow 220W Solarpanel an der Delta 2 Powerstation

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Hier erfährst du nach welchen Kriterien ich mir ein faltbares Solarpanel für den VW T6 Campervan gekauft habe, warum es genau das Ecoflow 220W Solarpanel geworden ist sowie alle Infos an der Ecoflow Delta 2.

Nachdem ich die Ecoflow Delta 2* unter Hitze-Bedingungen in diesem Beitrag mit der Kühlbox getestet habe und in den nächsten Wochen die Urlaubszeit beginnt, entschied ich mich spontan für den Kauf eines faltbaren Solarpanels um die Kühlbox unabhängig vom Campingplatz bzw. vom Landstrom längere Zeit betreiben zu können.

 

Wahl des Solarpanels

Bei der Wahl des Solarpanels geht es nicht unmittelbar um die technischen Vergleiche mit anderen Modellen, sondern vielmehr darum, nach welchen Kriterien ich das für mich passende Solarpanel ausgesucht habe. (Andere Modelle und Hersteller können natürlich auch super sein)

Ich schaute online mehrere Testberichte zu vielen faltbaren Solarpanelen zum Campen von diversen Herstellern. Was schlussendlich aber die Auswahl bei mir etwas erleichterte, war neben dem maximalen Budget, welches ich ausgeben wollte, sowie der Größe und die Leistung der Solarpanele, vor allem der Nutzen den die Solarpanele einem bieten.

 

Meine Kriterien

Für mich war eine Bedingung dass das Panel mit einer maximalen Fläche noch hinter die Windschutzscheibe meines VW T6 passen sollte. Da sich bei Tagesausflügen das Solarpanel sicher im verschlossenen Fahrzeug befindet und tagsüber Strom für die Delta 2 erzeugen kann um den Akku aufzuladen.

Viele Modelle waren mit ca. 160 Watt Maximalleistung von den Maßen einfach zu klein, sodass diese gerade mal die Hälfte der Windschutzscheibe bedecken würden.

Info:
Die Windschutzscheibe reflektiert eine Menge der Sonnenstrahlen, wodurch nicht all zu viel Leistung von dem Solarpanel zu erwarten ist. Aber eben für den Zeitraum wo ich nicht am Auto bin, produziert es Strom und das war mir persönlich sehr wichtig. Wenn ich dann am Auto bin wird das Solarpanel dann draußen aufgebaut.

 

Pro

Nachdem ich mir dann ein paar Modelle mit ca. 200 Watt rausgesucht hatte, die durch die Scheibengröße meines VW T6 in Frage kamen, entschied ich mich am Ende für das Ecoflow 220W (+155W) doppelseitige Solarpanel*.

 

Da dieses Modell im Vergleich zu andern Modellen anderer Hersteller die Besonderheit hat, dass es auf der Vorderseite eine maximale Leistung von 220W erzeugen kann und zusätzlich auf der Rückseite eine Leistung von maximal 155W Watt. (Bifazial)

 

Mehr Sonnengewinn durch Solarpanel auf der Rückseite

Quelle: Ecoflow

 

Die maximale Leistung wird wohl eh in den seltensten Fällen erreicht.  Aber dennoch eine coole „nice to have“ Ausstattung. Denn so hat das Solarpanel quasi eine Maximalleistung von 375W (Vorder- plus Rückseite).

Die Rückseite nimmt durch Reflexionen der Umgebung die Sonnenstrahlen auf. Je reflektierender der Hintergrund, desto mehr Leistung kann zusätzlich an der Rückseite erzeugt werden.

Ein weiterer Grund für dieses Solarpanel war die Wasserdichtigkeit gemäß IP68. Das ermöglicht das Solarpanel auch mal draußen stehen zu lassen wenn beim Campen mal ein Schauer oder Gewitter aufzieht. (Wo manch anderer Hersteller angibt dass das Solarpanel keinen Regen verträgt)

Auch zu erwähnen ist, dass das Solarpanel laut Herstellerangaben eine Temperatur von bis zu 149°C standhalten kann.

Außerdem war natürlich auch der Gedanke dass ein Ecoflow Produkt mit den anderen Produkten der Marke wohl super Kompatibel sein muss. Und ich wollte auf einen weiteren Adapter für den Anschluss an die Powerstation dann doch verzichten.

 

Kontra

So viel zu den ganzen Vorteilen, die ich dabei für mich gesehen habe, die letztendlich auch die Kaufkriterien waren. Aber bei vielen positiven Faktoren gibt es eben auch einen negativen. Welcher aber zwangsläufig bedingt durch die genannten Vorteile ist.

Und das ist das Gewicht des 220W Solarpanels. Das Gewicht des reinen Solarpanels beträgt nämlich stolze 9,5 Kg! + das Gewicht der Tasche.

(durch die widerstandsfähige Bauart aus gehärtetem Glas bekommt das Solarpanel, durch die Vorteile die es hat, leider auch den Nachteil des schweren Gewichts)

 

Maße

Das 220W Solarpanel besteht aus viel faltbaren Elementen und die Abmaße des Panels sind wie folgt angegeben:

  • Im aufgeklappten Zustand: Länge = 1825 mm und Breite =820 mm
  • Im zusammengeklappten Zustand: Länge = 500 mm und Breite =820 mm

 

Womit das Panel bei nur drei aufgeklappten Flächen (die vierte Fläche wird nach unten weggeklappt) von den Maßen recht gut hinter die Windschutzscheibe passen sollte.

Mittlerweile gibt es die Ecoflow Solarpanele* aber auch in vielen anderen Größen.

 

Technische Daten

Modultyp 12V Modul
Nennleistung (Pmpp) 220 Wp (+/- 5%)
Max. Tagesertrag (Sommer) 880 Wh/d
Kurzschlussstrom (Isc) 13 A / Rückseite: 8,8 A
Leerlaufspannung (Uoc) 21,8 V
Spannung (Umpp) 18,4 V
Strom (Impp) 12 A / Rückseite: 8,4 A
Modulwirkungsgrad 22-23 %
Maße (geschlossen) 50 x 82 x 3,3 cm
Maße (offen) 183 x 82 x 2,5 cm
Gewicht 9,5 kg

 

Lieferumfang

Der Lieferumfang besteht aus:

  • 220W bifaziales (doppelseitiges) Solarpanel
  • Trage- und Aufstelltasche inkl. der dafür benötigten Karabinerhaken
  • Gebrauchsanweisung
  • Solar-Adapterkabel (MC4 auf XT60I) für die Ecoflow Powerstations geeignet

Hier empfiehlt es sich gleich auch ein Solar-Verlängerungskabel* mit zu bestellen. Da die Powerstation dann nicht immer in unmittelbarer Umgebung des Solarpanels stehen muss.

Ich wählte gleich die 5 Meter Variante des Verlängerungskabels, für den Fall der Fälle.

 

Verlängerungskabel beidseitig Solarstecker Solarkabel rot/schwarz 4mm² inkl. Stecker, Made in Germany (2 x 5m)

 

Lieferumfang plus separates Verlängerungskabel

 

Eingepacktes Solarpanel neben der Delta 2

 

EF ECOFLOW DELTA 2 Tragbare Powerstation 1024Wh, Solar Generator LiFePO4-Batterie, erweiterbarer Kapazität bis zu 3kWh, Schnellladung von 0-80% in 50 Mins, Notstromaggregat für Camping, Wohnmobile

 

 


Praxistests

Als ich das Solarpanel bekommen habe, testete ich erstmal schnell die Funktion an der Delta 2 bei leicht bewölktem Wetter. Die Bedingungen waren nicht gerade ideal, aber zum ersten Ausprobieren hat es gereicht.

Hier der Hinweis dass wohl nach meinem Urlaub der Beitrag hier um weitere Praxisbeispiele/ Praxiserfahrungen erweitert und ergänzt wird.

 

Erster Funktionstest

 

So war das Wetter an dem Tag

 

Als erstes habe ich das Solarpanel (natürlich mit der Vorderseite nach oben) auf den Boden gelegt, sodass auch nur die Vorderseite aktiv war und schloss das Panel an die Delta 2 an um zu schauen wie viel Leistung bei dem aktuellen Wetter ankommt.

 

 

 

Erster Funktionstest and er Delta 2

 

Sofort war eine Eingangsleistung von 150 bis 180 Watt an der Delta 2 abzulesen. (Je nach Bewölkung am Himmel)

 

Eingangsleistung der Powerstation beim ersten Funktionstest

 

Danach klappte ich eine Seite des Panels nach unten um sicherzustellen dass es auch mit nur drei zur Sonne ausgerichteten Solarflächen funktioniert.

 

Solarpanel hinter der Windschutzscheibe

Nachdem alles so wie gewünscht und gehofft funktionierte, testete ich an dem bewölktem Tag die Leistung hinter der Windschutzscheibe.

Dafür legte ich die drei aufgeklappten Vorderseiten auf das Cockpit des VW T6 und befestigte zwei Zurrgurte* an den beiden Einstiegsgriffen an den A-Säulen (Je nach Ausstattung sind diese vorhanden oder nicht). Sodass das Solarpanel mit einer Neigung zur Sonne hinter der Scheibe liegt und nicht nur flach auf dem Cockpit.

Durch das große Eigengewicht des Solarpanels, muss das Gewicht eben etwas abgefangen bzw. oben gehalten werden. Ein Einklemmen des Panels hinter den Sonnenblenden funktionierte hier nicht.

 

Windschutzscheibenmontage des Solarpanels

 

 

Solarpanel hinter der Windschutzscheibe bei leicht bewölktem Himmel

 

Sofort konnte ich eine Eingangsleistungsleistung von 50 bis 74W in der Ecoflow App ablesen.

 

Eingangsleistung des Panels hinter der Windschutzscheibe bei bewölktem Wetter

 

Der Himmel am Zeitpunkt der Ablesung

 

Bei diesem Wetter lag die Eingangsleistung an der Delta über der Ausgangsleistung, die die Kühlbox beim wieder anspringen des Kühl-Kompressors verbrauchte. Dabei hatte die Eingangsseite der Powerstation in diesem Moment 74W eingespeist und die Ausgangsseite (die Kühlbox) 56W verbraucht.

 

Powerstation Ein- und Ausgangsseite / Solarpanel und Kühlbox

 

Was ich beim nächsten Mal testen will, ist wie viel eine Windschutzscheiben-Thermomatte* (liegend) auf den vorderen Sitzen an zusätzlicher Leistung bringen würde. Da ich diese Matten ja eh im Auto mit fahre und diese perfekt die Sonnenstrahlen auf die Rückseite reflektiert würde (so in der Theorie).

 

Direkte Sonneneinstrahlung

Nach dem ersten Test hinter der Windschutzscheibe, testete ich das Solarpanel im Garten und setze es der direkten Sonneneinstrahlung aus.

Dabei wird das Solarpanel mittels der Karabiner an der Transporttasche befestigt, welche gleichzeitig als Ständer für das Solarpanel funktioniert. Hier kann und sollte der Winkel durch die Transporttasche noch justiert werden, sodass das Solarpanel den optimalen Winkel zur Sonne hat um den bestmöglichen Ertrag zu bringen. Dazu einfach auf dem Display oder der App ablesen in welcher Position am meisten Watt ankommt.

 

Aufgestelltes Solarpanel

 

Ausgerichtetes Solarpanel an der Delta 2

 

Nun verschwanden die großen Wolken aber und es war mehr Sonne am Himmel zu sehen. Trotz kleinerer Wolken am Himmel konnten problemlos Eingangsleistungen von 170 bis 200W abgelesen werden.

 

Solarpanel Leistung bei direkter Sonneneinstrahlung

 

Für die Montage des Solarpanels außen am Fahrzeug habe ich mir solche kleinen Saugnäpfe* bestellt. Der Plan ist damit das Panel auch mal von außen auf die Windschutzscheibe oder Motorhaube zu legen und befestigen zu können. Oder sogar seitlich an der Fahrzeugwand. Je nach den Gegebenheiten. Ob die Saugnäpfe das Solarpanel dann auch halten, wird sich noch zeigen. Aber beim Campen muss man ja auf alles vorbereitet sein.

 

So viel erstmal zum ersten Funktionstest des Solarpanels. Nach ein paar Stunden (ohne Verbraucher), war die Powerstation dann mit 100% geladen und ich war erstmal glücklich.

 

Erste Praxiserfahrungen im Urlaub

Während unseres Kroatien Sommerurlaubs brauchten wir das Solarpanel tatsächlich gar nicht so oft. Da wir anfangs nicht mehr als zwei Tage an einem Ort geblieben sind und später dann Campingplätze mit Stromanschluss gebucht hatten.

Die Fahrt zwischen den Orten auf unseren Roadtrips durch Österreich und Kroatien dauerte meist auch so ca. 2 bis 4 Stunden, wobei während der Fahrt die Powerstation durch die Fahrzeugsteckdose auch gut geladen wurden.

 

Laden der Powerstation während der Autofahrt

Beim Aufladen der Powerstation während der Autofahrt, wurden Eingangsleistungen zwischen 89 und 94 Watt abgelesen.

 

Solarpanel auf der Windschutzscheibe

Da wir aber ein paar Tage in Kroatien keinen Stromanschluss hatten, konnte ich dennoch ein wenig die Leistung des Solarpanels testen. Dieses wurde von außen auf die Windschutzscheibe gelegt, während es unten am Ende der Motorhaube abgestützt wurde.

Info:

Wir waren hier auf einem Privatgrundstück, welches durch Tore verschlossen war. Demnach konnte das Solarpanel auch mal unbeaufsichtigt auf der Windschutzscheibe liegengelassen werden.

Hier Stand das Auto meist auf dem Hof und wurde nur bei Tagesausflügen bewegt.

 

Solarpanel auf der Windschutzscheibe

 

Die Windschutzscheibe war gegen Süden ausgerichtet. Dabei kamen gegen 9 Uhr morgens die ersten Sonnenstrahlen auf das Panel, und die letzten Sonnenstrahlen wurden bis zum Sonnenuntergang eingefangen.

  • Um 09:50 Uhr morgens wurde eine Eingangsleistung von 108 Watt in der Ecoflow App abgelesen.
  • Um 14:30 Uhr wurde eine Leistung von 214 Watt abgelesen.

 

(Die abgelesenen Werte zeigen natürlich nur eine Momentaufnahmen, da leider eine grafische Darstellung der Ein- und Ausgangsleistung über einen Zeitraum in der App nicht möglich ist. Ich hoffe aber dass die Messdaten in Zukunft via Update grafisch dargestellt werden können.)

 

Abgelesene Eingangsleistung um 14:30 Uhr

 

Nach ein paar Stunden war die Powerstation wieder voll geladen. Und auch die Entladung über Nacht, wurde am nächsten Vormittag schnell wieder vollständig aufgeladen.

 


Fazit

Letztendlich soll es hier weder Werbung noch Kaufempfehlung sein. Jeder hat andere Anforderungen an ein faltbares Solarpanel und nutzt es vielleicht unter anderen Gegebenheiten als ich es vor habe. Daher ist der größte Faktor bei der Kaufentscheidung die eigenen Kriterien und Wünsche mit zu berücksichtigen.

Die Praxistauglichkeit beim Campingeinsatz und auf Reisen wird sich noch zeigen und bei Gelegenheit wird der Beitrag dann zum späteren Zeitpunkt noch aktualisiert.

Alternativ bleibt ihr auf den Social Media Kanälen natürlich immer up to date, falls sich bezüglich des Solarpanels, etwas neues ergeben sollte.

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