Teil 1: Bau der Küchenbox

You are currently viewing Teil 1: Bau der Küchenbox

Hier findest du eine Schritt für Schritt Anleitung zum Bau der Küchenbox, sowie alle Infos und Tipps zu den verwendeten Materialien und meiner Vorgehensweise.

Das Ziel war es eine Küchenbox im Euroformat zu bauen, die hinten auf beide Heckauszüge passen sollte. In die Box sollte ein Doppelgaskocher integriert werden, sowie alles nötige was man beim Kochen schnell zur Hand haben muss.

Aluprofile

Da ich mein gesamtes Bettgestell größtenteils mit 30 x 30 Aluprofilen baute und davon noch einiges über hatte, baute ich die Küchenbox sowie den Klapptisch ebenfalls aus diesen Profilen.

Im Nachhinein würde ich beim nächsten Mal die Küchenbox aus 20 x 20 Aluprofilen bauen, da diese stabil genug sind und den Vorteil haben dass die leichter und platzsparender sind.

 

Wichtig:

Achte bitte darauf dass die Nut bei dem 20 x 20 Aluprofil kleiner ist und du daher kleineres Zubehör benötigst. Sowie auch auf die Wahl des richtigen Systems! Da es Unterschiede zwischen den Bosch-System (Kennzeichnung: Typ-B) und dem Item Systemen (Kennzeichnung: Typ-I) gibt. Hauptsächlich liegt der Unterschied in der Nutbreite. Hier* findest du eine große Auswahl an Aluprofilen und Zubehör beider Systeme.

Hier sind die Profilbreiten 30 x 30 und 20 x 20 des Typ-B verlinkt:

 

Aluminiumprofil 30 x 30 mm B-Typ Nut 8 mm Zuschnitt 50 - 2.000 mm

 

Bau der Box

Wie beim Bau der Heckauszüge bereits erwähnt, sorgten die Befestigungsmuttern der Teleskopschienen und der jeweiligen Montagewinkel dafür, dass ich die komplette Breite und Länge des Euroboxformats (400 x 600 mm) nicht ganz nutzen konnte.

 

Befestigungsmuttern der Montagewinkel und der Teleskopschienen

Befestigungsmuttern der Montagewinkel und der Teleskopschienen

 

Maße der Küchenbox

Daher musste die Küchenbox in der Länge und Breite minimal kleiner werden um diese leicht auf den Heckauszug stellen und herunter nehmen zu können. Das Flächenmaß beträgt 390 x 590 mm und gewählt habe ich die maximale Höhe, sodass die Box mit minimal Luft unter das Bettgestell passt. Bei mir ist die maximale Höhe 440 mm.

 

Probeverbau mit dem ersten groben Zuschnitt

 

Beim Bau der Küchenbox wurde auch schon die seitliche Position an der Schiebetür mit berücksichtigt. Dazu aber in einem anderen Beitrag mehr dazu. Hier geht es speziell erstmal um den generellen Bau der Küchenbox und die Maße der Box waren eben durch den Heckauszug und das Bettgestell vorgegeben.

 

Eckverbinder

Nachdem dem Probeverbau mit den gewählten Maßen erfolgreich war, kürzte ich die Aluminiumprofile und verbaute an die Ecken der Box optisch schönere Eckverbinder (sogenannte 3D Würfelverbinder).

 

Für einen sauberen Abschluss sind eigentlich nur die vier oberen Ecken erforderlich, da die untere Aluprofilöffnung verdeckt wäre. Aber ich habe zusätzlich an den unteren Ecken auch die Würfelbinder montiert.

Um die Würfelbinder zu montieren, musste jeweils ein M8 Gewinde in die Enden der 30 x 30 Aluprofile geschnitten werden um die Verbinder im Nachhinein mit einer M8 Senkkopfschraube befestigen zu können. (Bei 20 x 20 mm Aluprofilen wird ein M6 Gewinde benötigt)

 

 


Seitenwände

Um die Seiten der Box zu verkleiden wählte ich wieder mal eine Multiplexplatte* aus Birke, diesmal in einer Stärke von 6 mm.

 

Eine Möglichkeit wäre den Zuschnitt der Holzplatte in die umliegende Nut der Box zu integrieren. Hierzu wären Einfassprofile* aus Kunststoff nötig, in die die Holzplatte dann hineingesteckt werden würden.

 

Der große Nachteil bei dieser Variante war für mich aber, dass jede Nut dann verschlossen und unbrauchbar für andere Befestigungen oder Regelböden wäre. Daher habe ich mich für eine Befestigung mit kleinen Aluwinkeln entschieden.

Zuerst aber, sägte ich die beiden kurzen Seitenwände aus der Multiplexplatte aus und markierte mir jeweils eine Tragegriff-Öffnung an den Holzplatten.

 

Markierte Trage-Öffnung an den ausgeschnittenen Seitenwänden

 

 

Ausschneiden der Tragegriff-Öffnung

 

 

Ausgeschnittener Tragegriff und montierte Würfelverbinder

 

Befestigung der Seitenwände

Für die Befestigung der Seitenwände schnitt ich mir aus den Resten der Alu-Winkelprofilleisten*, die ich auch für die Abschlusskanten beim Bau der Bodenplatte nutzte, ca. 3 cm lange Winkel mit der Kappsäge zu. Diese Winkel richtete ich an der Seitenwand aus, markierte mir den zu bohrenden Abstand und die Position der Aluprofil-Nut und bohrte ein Befestigungsloch.

 

 

DIY Befestigungswinkel für die Seitenwände 

 

Die Winkel werden dann mit kleinen Schrauben und entsprechenden Nutensteinen* / Hammermuttern* in der Nut des Aluminiumprofils befestigt. Ich wähle hier die M5 Variante, da ich noch einige davon über hatte.

 

Befestigte DIY Aluminiumwinkel an den Aluprofilen der Box

 

Als nächstes markierte ich mir die Befestigungspunkte für die Verschraubung der Seitenwände. Hierfür wählte ich einen Abstand von 15 mm zu den jeweiligen Ecken und bohrte jeweils ein 6 mm großes Loch mit einem Holzbohrer.

 

Bohren der Befestigungslöcher in den Seitenwänden

 

 

Damit die Schraubenköpfe der M6 x 12 Senkkopfschrauben* noch ordentlich im Holz verschwinden, senkte ich die Bohrlöcher dementsprechend mit einem Kegelsenker an.

 

 

Senken der Befestigungslöcher für die Senkkopfschrauben

 

 

Eingelassene Senkkopfschraube in das gesenkte Bohrloch

 

Nachdem die Befestigungslöcher in den Seitenwänden fertig waren, hielt ich die Seitenwände an dem Grundgestell der Küchenbox an, richtete die Befestigungswinkel aus, markierte an den Winkeln die benötigte Lochposition für die Schrauben und bohrte im Nachgang die Löcher in die Alu-Winkel.

Danach konnten die Senkkopfschrauben verschraubt und mit einer M6 Sperrzahnmutter* (oder einer selbstsichernden Mutter) gekontert werden und die Seitenwände waren montiert.

 

 

Verschraubte und gekonterte Seitenwände an den Montagewinkeln

 

Befestigte Seitenwände an dem Grundgestell der Küchenbox

 


Regalboden

Für die Unterbringung eines Gaskochers*, welcher einen festen Platz in bzw. oben auf der Küchenbox haben sollte, musste eine Art Regalboden gebaut werden. Für die Befestigung des Regalbodens nahm ich wieder die bekannten Aluminium-Winkelprofile, schnitt diese für beide Längsseiten auf die benötigte Länge und befestigte sie an deren Enden an der Nut der vertikalen Aluminiumprofile der Box. Im Anschluss schnitt ich noch eine Multiplex-Holzplatte auf das exakte Maß, legte diese in die Aluprofilschienen und verschraubte sie von unten.

 

nielsen Aluminium Winkelprofil Silber matt eloxiert 2000x25x15 mm, Stärke 1,5 mm, Länge: 200 cm, ungleichschenklig, Made in Germany, Eckschutzprofil, Kantenschutz, Abschlußprofil, Ausgleichswinkel

 

Montiertes Winkelprofil, welches als Auflage des Regalbodens dient

 

Das gleiche machte ich dann auch für den Boden der Box. Der Boden wurde dabei natürlich an mehreren Punkten im Inneren des unteren Rahmens befestigt.

 

Gaskocher

Ich entschied mich bei dem Doppelgaskocher für den zweiflammigen Enders Brisbane*, da dieser von den Maßen noch knapp in den Rahmen der Küchenbox im Euroformat passt.  Dieser hat eine verbaute Zündsicherung und eine Brennerleistung von 4,6 KW. Außerdem gibt es auch Varianten mit drei Brenner oder auch pulverbeschichtete Stahl-Modelle. Bei dem „Brisbane“ handelt es sich aber aus Edelstahl.

Produktabmessungen: 52.9 L x 36.2 B x 10.7 H cm

 

Montierter Boden und Regalboden der Küchenbox inkl. Gaskocher

Die Höhe des Regalbodens wurde zusammen mit dem Gaskocher ausgerichtet um unten in der Box maximalen Platz zu erhalten und den Gaskocher maximal an der Oberkante der Küchenbox zu platzieren.

Damit der Gaskocher beim Fahren nicht auf dem Regalboden herum rutscht, montierte ich zu einem späteren Zeitpunkt noch einen dünnen Rahmen aus Holzleisten um den Kocher.

 


Rückwand

Eine Rückwand wurde ebenfalls aus dünner 6 mm Multiplex-Holzplatte* auf Maß ausgeschnitten, und an den äußeren vertikalen Nuten des Aluprofils mit M5 Senkkopfschrauben und M5 Hammermuttern befestigt.

6 mm Multiplexplatte Zuschnitt Sperrholz-Platten Holz Massiv Naturfarbe unbehandelt (Breite 50 cm, Länge 60 cm)

 

Montierte Rückwand von innen

 

Montierte Rückwand von hinten

 

Zu einem späteren Zeitpunkt (nach dem Lasieren) optimierte ich die Küchenbox noch an der Rückseite, indem ich M4 Ringschrauben innen an den Aluprofilen montierte und ein 4 mm dickes Gummiseil  spannte. Hier kann nun zusätzlich leichteres Zubehör untergebracht werden. Wie z.B. Eine Küchenrolle, Handtücher, der Gasschlauch vom Gaskocher ect.

 

Montiertes Gummiseil hinter der Rückwand

 

Littlefairs umweltfreundlicher Holzlasur und Farbstoff auf Wasserbasis (1 Liter, helle Eiche)

 

Gummiseil mit der Gasschlauchunterbringung

 


Türen

Anfangs war eine große, nach unten öffnende Klappe an der Küchenbox geplant. Diese hätte gewisse Vorteile gegenüber der Türen. Zum einen wäre die Klappe (viel) einfacher zu Bauen und im geöffneten Zustand hätte man eine weitere Ablagefläche. Daher schnitt ich mir zuerst eine 9 mm dicke Multiplexplatte mit den Innenmaßen des Rahmens der Küchenbox zurecht und hielt diese zu Testzwecken an.

Aber der Wendepunkt war in Inkompatibilität der Klappe mit dem montierten Fahrradträger auf der Anhängerkupplung. Da sich bei geschwenktem Fahrradträger der Heckauszug nicht komplett ausfahren lässt und daher dann auch die Klappe sich nicht mehr ganz öffnen lässt. Das war für mich natürlich ein No-Go.

 

Inkompatibilität der Klappe mit dem montierten Fahrradträger

 

Also schnitt ich die angefertigte Holzplatte in der Mitte durch, sodass ich zwei einzelne Türen bekam, die sich von nun an seitlich wie ein Schrank öffnen sollten.

Info:

Für die Türen, die klappbare Ablage sowie die horizontalen Böden nutzte ich 9 mm dicke Multiplexplatten und für die Seitenwände und für die Rückwand 6 mm dicke Multiplexplatten. Hintergrund ist dass sich die dünneren Holzplatten leicht verziehen können.

 

Scharniere

Ich wollte eine bestmögliche Optik der Küchenbox haben, wobei die Türen möglichst bündig mit der Küchenbox abschließen sollten. Weder die Türen noch die Scharniere sollten groß von der Küchenbox herausragen. Auf der Suche nach den dafür geeigneten Scharnieren, fand ich in der Garage noch alte Scharniere von alten IKEA-Möbeln. Durch die spezielle gebogene Form waren diese perfekt für die Küchenbox geeignet.

Ich habe fast das gesamte Internet durchgesucht, aber leider keine exakt gleichen oder vergleichbaren Scharniere in der Größe und Qualität gefunden, die ich hier verlinken kann.

ABER, es gibt einen Weg diese recht einfach zu bekommen:

Die Scharniere sind bei den Wand-Spiegeln von IKEA im Lieferumfang dabei. (Momentaner Produktname bei IKEA Deutschland ist „NISSEDAL“ – Stand März 2023 und auch bei anderen Serien aus der Vergangenheit)

In der Montageanleitung sind diese Scharniere aufgelistet und haben eine dementsprechende Teilenummer 117706.

Scharnier vom IKEA-Spiegel

 

 

IKEA-Deutschland bietet eine Ersatzteil-Service an. Hier kannst du die Artikelnummer „117706“ eingeben und bekommst das Scharnier angezeigt.

Jetzt kannst du dir maximal 5 Scharniere kostenlos, je Person nach Hause bestellen! (Natürlich kann sich der kostenlose Bezug der Scharniere bei IKEA jederzeit ändern und auch länderunterschiedlich sein)

 

Alternative Scharniere

Als Alternative zu den von mir gewählten Scharnieren können natürlich auch diverse andere Scharniere oder Klavierbänder in Frage kommen. Je nachdem welche Optik und Funktion man haben möchte.

Ein paar alternative Verlinkungen, ohne gewinkelte Seite, folgen hier:

 

 

 

Montage der Scharniere

Die gerade Seite der Scharniere befestigte ich wieder mit einer M5 Senkkopfschraube einer M5 Hammermutter* an der Innenseite der Aluprofil-Nut, während sich die 90° gebogene Seite des Scharniers an der Innenseite der Türen befestigt. Dazu mussten die Positionen der Scharniere an den Türen angezeichnet und etwas Material der Türen weggeschnitten werden, sodass die Scharniere bestmöglich montiert werden konnten.

Die Befestigungslöcher der Türen wurden dementsprechend gebohrt, gesenkt und mittels Senkkopfschrauben und Sperrzahnmuttern an den Scharnieren befestigt.

Das Ausrichten der Türen war etwas fummelig, da es für ein späteres bestmögliches Erscheinungsbild auf eine möglichst genaue Ausrichtung der beiden Türen ankam.

Nach dem Montierten der Türen war der mittlere Spalt zwischen den beiden Türblättern auch nicht exakt gerade und hatte nicht ausreichend Spielraum um beide Seiten unabhängig voneinander zu öffnen. Daher wurde hier solange nochmal nachgeschnitten und nachgebessert bis das Ergebnis und das „deutsche-Spaltmaß“ super war. 😉

Tipp:

Die Nutzung dünner Unterlegscheiben zum Ausgleich erleichtert das Ausrichten der Türen.

 

 

Montiertes Türblatt der Küchenbox im geöffneten Zustand

 

Montiertes Türblatt der Küchenbox im geschlossenen Zustand

 

Beide Türen montiert an der Küchenbox

 

Nachbesserung

Man kann noch so viel Planen und versuchen alles zu beachten, manchmal kommt dann dennoch etwas unverhofftes dazwischen. Daher beim Bau auch öfter mal alles im Fahrzeug an den verschiedenen Plätzen testen. Denn bei mir war auf dem rechten Heckauszug beim Öffnen der Tür leider unten der Auszug der Teleskopschienen im Weg, was ein Öffnen der rechten Tür unmöglich machte.

 

Kollision der Teleskopschienen und der Tür der Küchenbox

 

Also mussten die Türen im Nachhinein noch gekürzt werden, damit sich die rechte Tür auf dem rechten Heckauszug auch noch öffnen lässt. Um keinen großen Spalt unter den gekürzten Türblättern zu haben, montierte ich noch eine Alu-Winkelleiste auf der Oberseite des unteren Aluprofils der Küchenbox, die die Problematik optisch etwas kaschiert.

 

Montiertes Winkelprofil und gekürzte Türen

 

 

Magnetbefestigung

Damit die Türen im geschlossenen Zustand auch während der Fahrt zu bleiben und sich nicht unerwünscht öffnen, montierte ich Neodymmagnete an den oberen Ecken der Türblätter und auch auf dem oberen Regalboden, welche mit etwas Abstand durch ein zurechtgeschnittenes Stück Holz befestigt wurden. (Hier muss natürlich auf die Polung der Neodymmagnete geachtet werden.)

 

Befestigte Neodym-Magnete an den Türen und dem Regalboden

 

 

Griffe

Ich wollte keine zusätzlichen Griffe montieren, die wieder Geld kosten und unnötig mehr Gewicht mitbringen. Daher entschied ich mich dafür Löcher als Griffe in die Türblätter zu bohren, mit welchen die Türen dann geöffnet werden können.

Damit das Holz beim Bohren nicht ausfranst, fixierte ich ein altes Holzstück auf der inneren Seite der Tür mit Zwingen und markierte mir die zu bohrenden Griffpositionen. Die Löcher bohrte ich dann mit einem 25 mm Flachfräsbohrer*. Alternativ eignet sich auch ein Forstnerbohrer* um ein sauberes Loch zu bekommen.

 

Grifflöcher bohren

 

 

Gebohrte Grifflöcher

 

Gebohrte Grifflöcher von der Innenseite

 

Zum Schluss wurden die Kanten noch angeschliffen und die hellen Stellen nochmal angestrichen, da ich die gesamte Küchenbox zu dem Zeitpunkt schon gestrichen hatte.

 

Schleifen der Griffkanten

 


Klappbare Ablagefläche

Auf der linken Seite der Küchenbox entschied ich mich eine klappbare Ablagefläche zu montieren. Dafür waren sogenannte Klappkonsolen* erforderlich. Da der Platz zwischen der Küchenbox und dem Bettgestell auf dem Heckauszug relativ eng ist, wurden extra dünne Klappkonsolen benötigt. (Da ich mir erst andere Klappkonsolen bestellt habe, die dann aber zu dick waren). Hier wählte ich die 290 mm lange Variante, welche sich mittels Knopfdruck auch wieder einklappen lassen.

 

Extra dünne Variante der Klappkonsolen

 

Nun schnitt ich mir eine Multiplexplatte in den gewünschten Maßen zurecht, rundete die Ecken sowie alle Kanten ab und montierte diese an der Klappkonsole, welche vorher schon an der Küchenbox montiert war.

 

Bau der Holzplatte für die klappbare Ablage

 

Montierte Klappkonsole inklusive Holzplatte auf dem Heckauszug

 

Ausgeklappte Ablagefläche der Küchenbox

 

Ausgeklappte Klappkonsole

 


Schwenktischaufnahme

Später wurde noch eine Schwenktischaufnahme an die rechte Seite der Küchenbox geschraubt. Das ermöglicht die Nutzung eines Schwenktischs, was im Innenraum des Campervans oder auch draußen sehr Praktisch ist. Diese Aufnahmeplatte war beim Schwenktisch dabei, kann aber auch separat erworben werden, falls eine zweite benötigt wird.

 

Schwenktischbefestigungsplatte an der Seite der Küchenbox

 

 

Montierter Schwenktisch an der Küchenbox

 


Innere Aufteilung

Für das Besteck und kleinere Küchenutensilien hatte ich mir einen verstellbaren Besteckkasten* von IKEA namens „Dragan“ gekauft. Dieser sollte bestmöglich in die Küchenbox integriert werden.

 

Besteckkasten von IKEA

 

Der Besteckkasten sollte ausziehbar sein, weswegen ich eine Art Gestell bzw. Aufteilung im inneren der Box baute. So konnten einfach weitere kleine Regalböden befestigt werden, aber auch für die Aufteilung des restlichen größeren Camping-Küchenzubehörs wie z.B. Kochtöpfe, Pfannen, Teller, Gläser, Tassen ect.

Tipp:

Für eine bestmögliche und sinnvolle Aufteilung sollte man vorher natürlich wissen was alles in die Küchenbox hinein soll und im Idealfall hat man das ganze Zubehör schon zu Hause und kann anhand deren Maße die Küchenbox aufbauen.

 

Verschiedene Fächer im inneren der Küchenbox

 

Für die Befestigung der der Holzplatten für die Aufteilung der verschiedenen Fächer, wähle ich wieder mal die Alu-Winkelprofile. Welche ich auf die benötigten Längen zugeschnitten und mit Befestigungslöchern versehen habe.

 

 

Befestigungswinkel

 

Weiterer kleiner Regalboden

 

Damit der Besteckkasten während der Fahrt nicht hin und her rutscht, bastelte ich mir mit den Winkelprofilen kleine Verriegelungen, welche recht einfach gehalten sind aber den Besteckkasten auf Position halten.

 

Kleine Verrieglungshebel

 

Verriegelung im verriegelten Zustand

 

Verriegelung im geöffneten Zustand

 

Kleine Holzleisten über dem Besteckkasten sorgen dafür dass sich der Kasten wie eine Schublade ausziehen und bei Bedarf auch entnehmen lässt.

 

Besteckkasten im ausgezogenen Zustand

 


Persönliches Fazit

Wie anfangs bereits erwähnt, würde ich beim nächsten Mal die Küchenbox, aus oben genannten Gründen, lieber aus 20 x 20 Aluprofilen bauen.

Ansonsten habe ich die Box so gebaut wie ich sie mir vorgestellt habe und bin soweit auch sehr zufrieden damit. Klar, ich hätte an der einen oder anderen Stelle auch Material und vor allem auch Gewicht sparen können, indem ich beispielsweise bei der inneren Aufteilung das Holz zusammengeleimt anstatt mit extra Alu-Winkelprofilen zusammengeschraubt hätte. Oder auch bei der Materialwahl ließe sich Gewicht sparen, aber das sind dann die Faktoren Aufwand,  Kosten und Nutzen die man für sich selbst entscheiden muss.

Aber ich wollte es an der Stelle zumindest mal angesprochen haben, wo noch etwas Optimierungspotential ist.

Man sollte das Gesamtgewicht einer voll beladenen Küchenbox auch nicht unterschätzen. Denn auch das ganze Zubehör wie der Gaskocher und Campinggeschirr samt Küchenbox wiegt schon einiges.

Aber mehr zu meinem Camping-Küchenzubehör gibt es in einem separaten Beitrag.

 


Weitere Bilder

 

 

 

 

 

Alle Schritte zum Bau der Küchenbox findest du auch in der Story auf Instagram.

 


Ausblick auf Teil 2

In dem Beitrag Teil 2: Bau der Küchenbox & des Klapptisches findest du alle Infos zur seitlichen Montage der Küchenbox an der Schiebetür, sowie zum Bau des dazugehörigen Klapptisches.

Dieser Beitrag hat 10 Kommentare

  1. Christoph

    Richtig gut! Weiter so!

      1. Dennis

        Hallo,
        deine Beiträge und Erklärungen sind eine super Inspiration, vielen Dank.
        Ich bastel aktuell an der Küchenbox mit 20*20 Profilen.
        Ich habe einen Enders Canberra 2 Flammen Gasgrill und möchte gerne Kartuschen nutzen. Welchen Adapter und Schlauch nutzt du?

        1. Florian

          Hi Dennis,

          vielen Dank und keine Ursache 😊
          Eine 20 x 20 mm Küchenbox klingt gut. Das wäre bei mir das nächste mal auch so eine geworden und keine 30 x 30.
          Für den ähnlichen Doppelkocher, nutze ich ein sogenanntes PowerPak, dies ermöglicht eine bis drei Gaskartuschen zu betreiben. Ein abnehmbarerer Anschluss-Schlauch in der Länge von 105 cm ist mit dabei und hat an der einen Seite den Schraubanschluss inkl. Tool zum Festziehen und auf der anderen Seite ein Quick Release Stück für das Powerpak. (In dem PowerPak ist bereits ein Druckminderer integriert). Also quasi anschließen, Kartuschen rein und loslegen. Bei Bedarf kann natürlich der Schlauch auch verlängert werden.

          Alternativ gibt es auch einen Powerpak für zwei Schraubkartuschen. Dieser ist ähnlich aufgebaut, aber die Schraubkartuschen sind in der Regel etwas teurer.

          Gruß

          Florian

  2. Georg

    WOW ! TOLL !

  3. Roger Gustavsson

    Toll! Wo befindet sich die Gasflasche?

    1. Florian

      Danke 😊 die Gasflasche oder auch mal die Gas-Kartuschen werden entweder im Fahrzeug, also hinter dem Fahrersitz oder in einer Eurobox auf dem Heckauszug platziert und mitgekommen. Da ich selten mit großer Gasflasche unterwegs bin. Meist reichen uns die kleinen günstigen Gas-Kartuschen inkl. Dem Kartuschen Adapter um den Kocher oder den Grill zu befeuern. Also in der Box war dafür kein Platz und die Küchenbox steht auch immer an anderer Stelle. Daher war das die beste Wahl für unsere Bedürfnisse.

      Gruß Florian

  4. Imke

    Wow, was für ein großartiger Ausbau! Darf ich fragen, aus welchem Holz (Marterial und Stärke) Du die „kleinen“ Regalböden innen gemacht hast, wo Du Töpfe etc. unterbringst? ist das Multiplex?

    1. Florian

      Hey,
      Vielen Dank 😊🙌🏼
      Aber klar doch! Genau, das Material ist Multiplex Birke. Die Stärke der kleinen Regalböden ist 6mm (wie die Rückwand und die Seitenwände, die nicht all zuviel tragen müssen) nur der Regelboden der Box selbst und des Kochers habe ich stärker gewählt. Da diese ja doch etwas mehr Belastung haben. Die Stärke müsste da 9 mm sein.

      Gruß Florian

Schreibe einen Kommentar